März

Willkommen im März. Ein Monat, wie eine Vorspeise im mehrgängigen Feinschmeckermenü für Leute, die draußen gerne etwas entdecken. Der Frühling rückt näher. Manchmal ist es mit unserem veränderten Klima gar nicht mehr so eindeutig abzugrenzen und man könnte meinen, es wäre schon Mai. Grundsätzlich gilt aber, dass jetzt einige Vögel aus ihren Winterquartieren zurückkehren und sich die Wildnis in Windeseile darauf vorbereitet, die nächste Generation zu sichern. Eine spannende Zeit.

Das Kalenderblatt zeigt einen ganz besonderen Naturschatz mit einem skurrilen wie niedlichen Namen. Der Flussregenpfeifer kommt bei uns nur vom Frühling bis zum Herbst vor und ist also einer dieser Vögel, die jetzt wieder bei uns eintreffen. Dieses Bild ist Anfang April des letzten Jahres entstanden, als er sich lange am Rheinufer des nördlichen Stadtrands von Köln aufhielt. Sein Lebensraum lässt sich gut mit „Kies am Wasser“ beschreiben, denn dort errichtet er seine Nester am Boden. Und das ist mitunter sein Problem. Sein Vorkommen in Deutschland nimmt rapide ab. Gründe dafür sind (wie immer) verbaute Lebensräume, Fressfeinde, Bruträuber und der Wechsel von Austrocknung und Hochwasser. An diesem Beispiel erklärt es sich leicht. Zu der Zeit, in der diese Aufnahme entstanden ist, hatte es lange nicht oder nur wenig geregnet. Der Rhein stand daher ziemlich tief und es bildeten sich kleine Kies-Inseln. Dort hielten sich die Flussregenpfeifer auf. Geschützt durch das Wasser, welches sie vom tatsächlichen Ufer trennte. Gut möglich, dass sie genau dort auch brüten wollten oder gar ihre Nester angelegt hatten. Allerdings stieg der Pegel des Rheins naturgemäß nach einigen starken Regenfällen wieder und die Inseln verschwanden. Eine erfolgreiche Brut ist so natürlich nicht möglich. Hoffen wir, dass sie irgendwo am Ufer mehr Glück hatten.

Einem dieser Vögel einmal zu begegnen, wünsche ich jedem Menschen. Die weniger als 20cm großen Zwerge sind einfach zu süß, wie sie mit tippelnden Schritten durch den Kies sausen und dabei ihr schrilles Lied singen. Sie zu sehen, ist wie ein Test für die Augen. Sie könnten auf dem steinigen Untergrund kaum besser getarnt sein (siehe die beiden Suchbilder weiter unten). Hält man dann aber genug Abstand, kann man ihr geschäftiges Treiben sehr schön beobachten und die Welt ist für den Moment in Ordnung.

Suchbilder und weitere Eindrücke vom Tag:

Mehr zum Flussregenpfeifer?

Infos zum Flussregenpfeifer beim NABU

https://www.avi-fauna.info/regenpfeiferartige/regenpfeifer/flussregenpfeifer